Lecture: The reality player / Konservatorium / Künstlerhaus Wien

www.konservatorium.at   www.k-haus.at   www.therealityplayer.com  

Lecture: The reality player / Konservatorium / Künstlerhaus Wien

Der Reality Player spielt mit der Plausibilität der Alltagserfahrung von möglichen Welten. Auf einfache Weise geht man an den Begriff der Realität heran und versucht gesellschaftliche Phänomene gegenüber zu stellen, um Wirklichkeit und Wahrnehmung in einer Annäherung der tatsächlichen Verhältnisse in der Außenwelt zu verstehen. __ABLAUF__ Abholen der Studenten vom Konservatorium - man kommt im Künstlerhaus an, geht durch die Ausstellungsräume zum Seitentrakt - ich stelle mich in die Mitte des Raums und fange an über die Aktion, die sich in den nächsten 7 Minuten abspielen wird, und ihren Hintergrund zu sprechen.__ Sören Kierkegaard behauptete 1843 in seinem Buch "Entweder – Oder", die höchste aller Künste sei die Musik, weil sie sich im ungreifbaren, metaphorischen Raum bewegt. Für unsere Generation ist das ganz anders, weil wir im virtuellen Raum agieren, sodass in der Kunst die haptische Wahrnehmung viel wichtiger ist als alles andere. Unser Treffen hier im Künstlerhaus ist der Versuch, eine Realität zu erarbeiten. Wenn wir uns im Internet bewegen, in einer Vorlesung sitzen oder Radio hören, so ist das nichts real erlebbares. Mit diesem Treffen möchte ich aus dieser Gefangenheit ausbrechen und mich und euch in einen erlebbaren Raum entführen, was gewisse Konsequenzen hat, nämlich die Konsequenz der Realität. __ ich beginne mich auszuziehen - Sportkleidung wird sichtbar __ In wenigen Minuten starte ich mit einem Spiel, bei dem Sie mein Gegenüber sein werden, zwischen Wand und meiner Person. Es ist ein Match, bei dem schnell und hart mit einem Ball und einem Schläger über mehrere Wände gespielt wird. __ ich beginne meine Schutzausrüstung anzulegen __ Entscheidungen müssen möglicherweise Konsequenzen nach sich ziehen. Sie sind nicht mehr Betrachter in einer Schutzzone, sondern Teil der Aktion, bei der Sie von einem geschlagenen Ball getroffen werden können. __ ich beginne zu spielen __ In unserer Gesellschaft will man uns weismachen, dass die Dinge so aufgebaut und abgesichert sind, dass es im Wesentlichen zu keinem Schaden kommen kann. Die Rüstungsindustrie verspricht eine saubere Kriegsführung mit Waffen, die vor der zivilen Bevölkerung halt machen. Es gibt nichts was man nicht versichern kann und kommt es zu einem Schadensfall, hat man sich über den Staat rückversichert. __der Schlag wird immer härter und schneller__ Jede Entscheidung hat Konsequenzen. In diesem Fall ist es ein möglicher Treffer des Balls, verursacht durch einen sauberen Schuss mit einem Schläger. Die gesprochene Realität in Echtzeit ermöglicht keine Fehlentscheidung ohne Konsequenzen. __das Spiel wird langsamer ... Ende__

Fight with the mexican language (introduction of the event Obras Sonoras)

www.eleco.unam.mx  

Fight with the mexican language (introduction of the event Obras Sonoras)

La lucha con el idioma mexicano es la introducción del evento Obras Sonoras y al mismo tiempo una performance de este espectáculo. No hablo ni una palabra de mexicano y en este momento no se que es lo que estoy diciendo. Leo las palabras sin entenderlas, con el fin de acercarme a una cultura. Obras Sonoras es por un lado una comunicación espacial de distintos ámbitos. Cada una de las exposiciones se encuentran en una misma zona geográfica y los espacios intermedios de ella. Espacio intermedio entre lo privado de una galería, museo o hotel y el espacio publico a las afueras de estos. Las y los artistas que intervienen, trabajan principalmente con Sonido, aunque están relacionados fuertemente con las artes visuales. Cada uno utiliza el medio Sonido en forma específica, entre ruido y suave paisaje sonoro, acercando de esta forma una nueva luz en la intersección de las disciplinas Música y Artes Visuales. La cooperación entre los artistas ha sido elegida conscientemente, con la intención de expandir el campo de las artes. El resultado es fortuito, pues el experimento debe admitir también el fracaso. Independientemente del ideal y de la idea del hacer en si. Ciudad de México es la ciudad mas grande del mundo. Prácticamente no existe un espacio que ya no esté ocupado por alguna otra persona. Uno está en permanente movimiento, tanto si es vendedor, consumidor o taxista, no existe un momento de serenidad. Por tanto, para que funcionen los sistemas de distribución, estos se deben apropiar de un sin número de tonos y sonidos mínimos. Prácticamente todo es comunicado por tonos y sonidos. En grandes empresas son alta voces, en muchas otras empresas pequeñas es suficiente un pitido para dar a conocer su producto. Obras Sonoras se alinea a esta paleta de sonidos la cual es un excelente suelo para artistas que utilizan el sonido como base de su trabajo. Las palabras de inauguración son por lo general tediosas, pues son como palabras partidistas. Hablan generalmente sin tener nada que decir, con idealismo e implicación. Solo ayudan a ampliar el grupo de admiradores con relación a una política abstracta para un público en general y de esta forma crear una opinión colectiva. Quiero agradecer sobre todo a Miguel Legaria de la Galería Hilario, al Museo El Eco, a los artistas y a todos aquellos que posibilitaron estos tres días de evento. Muchas gracias

Der Kampf mit der mexikanischen Sprache ist die Einleitung des Event Obras Sonoras und gleichzeitig eine Performance der Veranstaltung. Ich spreche kein Wort mexikanisch und weiß in diesen Moment nicht, wovon ich rede. Ich lese die Worte ohne sie zu verstehen, um einer Kultur näher zu kommen. Obras Sonoras ist einerseits die räumliche Verbindung von zwei unterschiedlichen Bereichen. Die einzelnen Veranstaltungsorte liegen alle in derselben Gegend und sind Zwischenräume. Zwischenräume zwischen privaten Räumen einer Galerie, Museum oder Hotel und dem öffentlichen Außenraum. Die beteiligten Künstler und Künstlerinnen arbeiten hauptsächlich im Sound Bereich, haben aber eine sehr starke Verbindung zur bildenden Kunst. Jeder verwendet das Medium Sound in einer ganz speziellen Form zwischen Lärm und leiser Klanglandschaft und bringt so neues Licht an die Schnittstelle der beiden Disziplinen Musik und bildende Kunst. Die Kooperationen der einzelnen Künstler und Künstlerinnen sind bewusst ausgewählt mit der Intention das künstlerische Feld zu erweitern. Der Ausgang ist jedoch unsicher, weil ein Experiment auch ein Scheitern zulassen muss, unabhängig vom Ideal und der Idee des Tuns. Mexico City ist eine der größten Städte der Welt. Es gibt hier kaum einen Platz, der nicht von einer Person besetzt wird und man ist ständig in Bewegung, egal ob Ladenverkäufer, Konsument oder Taxifahrer, es gibt keinen Stillstand. Visuelle Vertriebssysteme würden an so einem Ort nicht funktionieren, deshalb greift man auf ein minimales Vertriebssystem mit unterschiedlichen Tönen zurück. Es wird fast alles über einen Ton beworben. Bei größeren Geschäften sind es Lautsprecher mit einheitlichen Stimmen. Für Gas und andere Dinge reicht ein einfacher Pfeifton aus, um das Produkt zu bewerben. Obras Sonoras ordnet sich in diese Klangfarbe ein und ist ein sehr guter Boden für Künstler und Künstlerinnen, die sich mit Sound auseinander setzen. Eröffnungsreden sind sehr oft langweilige Reden, weil es Parteireden sind. Reden meist ohne Aussage, Idealismus und Konsequenz. Sie dienen einzig und allein nur zur Erweiterung der Fangemeinde als Verbindung einer abstrakten Politik zur Öffentlichkeit und somit auch zur Bildung der öffentlichen Meinung. Ich bedanke mich vor allem bei Miguel Legaria der Galerie Hilario, Museum El Eco und den Künstlern und Künstlerinnen und alle anderen die uns diesen Dreitagesevent ermöglicht haben. Vielen Dank

Marge und Grübl, eine rudimentäre Aussprache / Marge and Grübl, a heart to heart talk / performIC 2011: Trial & Error / Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

www.tiroler-landesmuseen.at   www.kunsthalle.at  

Marge und Grübl, eine rudimentäre Aussprache / Marge and Grübl, a heart to heart talk / performIC 2011: Trial & Error /  Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Manfred Grübl and his dog Marge have a heart to heart talk. It remains to be seen at the performance whether they succeed in sorting out all the differences in the current state of their relationship. A repeat performance may be unavoidable. In 2011, the motto of the international Performance Festival performIC will be Trial & Error. Trial and error is an approach to problem-solving whereby permissible possibilities are tried out one after another until the desired solution is found. Improvisation or trying things out without any calculated prospect of success are not only parameters of some artistic practice; they also characterise a method that is currently being applied more and more in politics and the financial sector in order to master our financial and social crises. performIC 2011 Trial & Error examines the basic mood in present day society, which is being generated by such political and financial economic experiments and mistakes.

Manfred Grübl und sein Hund Marge halten eine rudimentäre Aussprache. Ob es ihnen gelingt, dabei alle Unstimmigkeiten über die aktuellen Verhältnisse auszuräumen, das wird sich anlässlich der Performance herausstellen. Eine Wiederaufnahme könnte unumgänglich sein. Das internationale Performance-Festival performIC findet 2011 unter dem Motto Trial & Error statt. Trial and error ist eine Methode der Aufgabenlösung, bei der so lange zulässige Möglichkeiten probiert werden, bis die gewünschte Lösung gefunden wird. Improvisation oder das Ausprobieren ohne vorprogrammierter Erfolgsaussicht sind nicht nur Parameter einer künstlerischen Praxis, sondern zugleich Charakteristika einer Vorgehensweise, die gegenwärtig zur Überwindung der finanziellen und gesellschaftlichen Krise verstärkt auch in der Politik und im Finanz- sektor angewandt werden. performIC 2011 Trial & Error thematisiert die durch die politischen und finanzwirtschaftlichen Versuche und Irrtümer generierte gesellschaftliche Grundstimmung der Gegenwart.

Personelle Installation / Saatchi Gallery, Lincoln Center, Neue Natinonal Galerie, Secession, Sprüth Magers Galerie, Kurimanzutto Gallery / 1999 - 2011

www.saatchigallery.uk   www.nationalgalerie.de   www.lincolncenter.org   www.secession.at   www.spruethmagers.com   www.kurimanzutto.com  

Personelle Installation  /  Saatchi Gallery, Lincoln Center, Neue Natinonal Galerie, Secession, Sprüth Magers Galerie, Kurimanzutto Gallery  /  1999 - 2011

During the course of an exhibition opening eight uniformly dressed people position themselves in a closed orthogonal system and remain standing in this position until the end of the event. Their respective orientation is passed on to the neighbouring person. Initially they appear as a single irritating manifestation. The more the space empties over time, the more visible the structure of the personal installation becomes, following the principle of corresponding reversal to the exhibition opening (the more exhibition visitors are in the space, the less able one is to perceive the personal system, likewise the fewer the people in the space, the more apparent the system is), finally dissolving with the last of the visitors. It could be one and the same person appearing eight times in the space, a form of replication which toys with its local and social systems.

Während der Dauer einer Ausstellungseröffnung positionieren sich acht uniform gekleidete Personen nach einem geschlossenen orthogonalen System im Raum und bleiben bis zum Ende der Veranstaltung in dieser Position stehen. Innerhalb dieses Systems wird die jeweilige Ausrichtung an den nächststehenden Akteur weitergegeben. Zunächst wirken die Personen als irritierende singuläre Erscheinung. Je mehr sich der Raum aber später leert, desto eher wird die Struktur der personellen Installation im gegengleichen Prinzip zur Ausstellungseröffnung sichtbar (je mehr Ausstellungsbesucher im Raum sind, desto weniger wird man das personelle System erkennen, und je weniger Personen im Raum sind, desto nachvollziehbarer wird dieses System) und löst sich mit dem letzten Besucher auf. Es könnte sich um ein und dieselbe Person handeln, die sich acht Mal im Raum befindet, eine Art Replikaktion, die auf die sie umgebenden räumlichen und gesellschaftlichen Systeme anspielt.

untitled / Nottingham dance festival / 2003

www.lakesidearts.uk  

untitled  /  Nottingham dance festival  /  2003

Technical arrangements in a theatre are immensely involved: lighting, backstage, iron curtain and automatically disappearing seating. These elements are not visible for the theatre-goer. The reversal of the theatre space and an exposure of this technical framework is the subject of this work. The audience is led to the brightly lit stage via backstage areas so that they can watch the auditorium being raised and lowered.

Der technische Aufwand in einem Theater ist immens: Licht, Hinterbühne, Eiserner Vorhang und automatisch versenkbare Bestuhlung. Für den Theaterbesucher sind diese Elemente nicht einsichtig. Die Umkehrung des Theaterraums und die Offenlegung des technischen Rahmens wird zum Thema dieser Arbeit. Die Besucher werden über die Hinterräume auf die hell erleuchtete Bühne geführt, um das Ein- und Ausfahren des Zuschauerraumes zu beobachtet.

Radian, Hecker, Grübl / Wahlverwandtschaften, Wiener Festwochen / 1999

www.festwochen.at  

Radian, Hecker, Grübl  /  Wahlverwandtschaften, Wiener Festwochen  /  1999

Prepared sound files and live improvisation correspondingly produce a visual-acoustic composition; an oscillating bar feels its way across the space and the perceptible acoustic elements.

Vorbereitete Soundfiles und Live-Improvisation ergeben in Übereinstimmung mit der Videoinstallation eine visuell-akustische Komposition; ein oszillierender Balken tastet den Raum und das akustisch Wahrgenommene ab.

kidnapped audience / 2009

www.feichtnergallery.com  

kidnapped audience / 2009

You enter the show Kidnapped, through a system of doors designed to intimidate. The audience are forced to pass through three doors which then close automatically and remain shut. The doors are only opened at the end of the presentation by three security guards enabeling the visitors leave the gallery.

Der Ausstellungsbesucher gelangt durch ein Schleusensystem in den Galerieraum und muss dabei 3 Türen die sich automatisch schließen und sich nicht mehr öffnen durchschreiten. Erst am Ende der Veranstaltung werden die Türen durch eine Wach-und Schließgesellschaft geöffnet und die Ausstellungsbesucher können die Galerie wieder verlassen.

4 minutes demo / Moscow red square / 2004

www.moscow.org  

4 minutes demo  /  Moscow red square  /  2004

Red Square in Moscow has increasingly become a high-security area due to the political situation in Russia. Roadblocks, police and camera surveillance, military guards – all of these elements create a filter-like boundary around the square. Every successful unnoticed penetration is therefore a potential demonstration. Five people are specially equipped with a cape of transformer material for this happening. This material, which transforms invisible short-wave into visible long-wave light, makes the capes glow. The garments have been conceived to satisfy the demonstrators’ requirements: it can be converted into a jacket, a raincoat or a tent. The happening lasted for four minutes – it was then broken up by the police and FSB personnel.

Der Rote Platz in Moskau ist durch die politische Lage in Russland immer mehr zur Hochsicherheitszone geworden. Straßensperren, Polizeibewachung, Kameraüberwachung, Militärposten - dies alles bildet eine filterartige Abgrenzung um den Platz. Jede erfolgreiche unerkannte Durchbrechung, ist folglich eine potentielle Demonstration. Fünf Personen wurden für diese Aktion speziell mit einem Mantel aus einem Transformatormaterial ausgestattet. Dieses Material, das unsichtbare kurze in sichtbare lange Lichtwellen umwandelt, bringt den Mantel zum Leuchten. Die Kleidung ist dabei so konzipiert, dass sie sich den Bedürfnissen der Demonstranten anpasst: der Mantel kann zu einer Jacke, zu einem Regenmantel oder Zelt umfunktioniert werden. Die Aktion dauerte vier Minuten - danach wurde sie von einer Polizeistreife und FSB-Leuten abgebrochen.

crash-mat / LukasFeichtner Gallery / 2005

www.feichtnergallery.com  

crash-mat  /  LukasFeichtner Gallery  /  2005

One has to step onto a mat to gain access into the gallery. This happening revolves around a heavyweight wrestler positioned in the entrance area who has the task of throwing visitors onto the mat as they enter.

Um in die Galerie zu gelangen, müssen die Ausstellungsbesucher auf eine Matte treten. Für einen im Eingangsbereich positionierten schwergewichtigen Sportler stellt diese Aktion die Aufforderung dar, die Eintretenden auf die Matte zu werfen.

performative Installation / Academy of fine arts Vienna / 1998

performative Installation / Academy of fine arts Vienna / 1998

Two rooms are connected via an anti-room. A box is installed in one of the rooms emits some noise. In the second room a dancer performs moves set to a square principle.

Zwei Räume die über einen Erschliessungsraum geschaltet sind. In einem Raum ist eine Box installiert aus der ein Geräusch kommt. Im zweiten Raum bewegt sich eine Performerin nach einen orthogonalen Prinzip.